Aktuelles

50 Jahre Amnesty International
24.01.2012 10.17 Uhr


Schriftsteller Urs Fiechtner hält Vortrag am Schulzentrum Marienhöhe

"Einer allein kann nichts bewirken!" Ein dummer und falscher Satz, so der Schriftsteller und Mitglied von Amnesty International Urs Fiechtner in seiner Lesung vor etwa 200 Oberstufenschülern, in der Aula des 'Schulzentrum Marienhöhe', die am 13.01. stattfand.

Gerade wenn es um das Eintreten für die Menschenrechte oder den Kampf gegen die wachsende Armut in der Welt gehe, lassen sich viele Menschen einreden, dass sie machtlos seien. "Ein fataler Irrtum, der leider vielen Menschen kulturell anerzogen werde", so Fiechtner. Ein überzeugender Gegenbeweis seien die vielen Nichtregierungsorganisationen, die alle einmal sehr klein angefangen hätten – mit einzelnen und normalen Leuten von der Straße. Amnesty International gehört zu den Vorreitern. Vor fünfzig Jahren wurde die Organisation in London gegründet und zählt in Deutschland derzeit 12 000 aktive Mitglieder und ca. 50 000 Unterstützer.

Auf die Frage eines Schülers, wo es denn Menschenrechtsdefizite in Deutschland gebe, erinnerte Fiechtner an Fälle ungerechtfertigten Polizeigewahrsams sowie an den wiederholten menschenrechtswidrigen Versuch der Politik, eine gesetzliche Erlaubnis dafür zu erhalten, ein von Terroristen entführtes Passagierflugzeug beim Anflug auf ein Hochhaus abschießen zu dürfen. Der Staat weise eine Tendenz auf, seine Macht schrittweise zu erweitern. Hier liege eine Aufgabe von Amnesty, als Wachhund frühzeitig zu warnen.

Ein zweiter Schwerpunkt von Fiechtners Vortrag war die Armutsproblematik und was dagegen zu tun sei. In ihren Fragen ging es den Schülern auch um konkrete Möglichkeiten angesichts der komplexen Ursachen und Zusammenhänge, die Armut verursachen. Fiechtner nannte das Beispiel Brasilien, wo Ermordungen von Gewerkschaftlern endlich nicht mehr an der Tagesordnung seien und man zumindest einige Fortschritte in der Armutsbekämpfung erzielt habe. Hätte man die Unsummen statt für den Krieg gegen den Terror in Irak und Afghanistan für die Armutsbekämpfung eingesetzt, so wäre man heute ein gutes Stück weiter.

Fiechtners Vortrag fand im Rahmen einer Lese- und Vortragsreihe der Schulbibliothek der Marienhöhe statt, an der auch interessierte Erwachsene als Hörer teilnehmen können.

Burkhard Mayer
Quelle: EANN, 15. Januar 2012



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Notenkonferenzen
05.01.2012 15.29 Uhr


Wegen der Lehrer- und Notenkonferenzen endet der Unterricht am Mittwoch, 18. Januar 2012 nach der 3. Stunde.



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Besuch aus Finnland
07.12.2011 09.47 Uhr


Begleitet von ihrem Sportlehrer Topi Kuusjärv, besuchten uns Milla, Nelli, Oona, Artu, Joona, Mikael und Topi aus Finnland. Im Rahmen einer Projektwoche kombinierten sie Deutsch und Sport, joggten durch den Wald und spielten gegen eine Schülergruppe der Marienhöhe Fußball, besuchten ein Bundesliga-Fußballspiel und erlebten eine Stadt-Tour durch Frankfurt. Ein ausführlicher Artikel  erscheint in der nächsten MAZ.

 



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France Mobil am Schulzentrum Marienhöhe
01.12.2011 14.25 Uhr


"Bonjour! Je m'appelle Jessica Mathelin. J'ai 22 ans et je suis de Grenoble !" So stellte sich Referentin Jessica Mathelin mit dem „"France Mobil" bei ihrem Besuch der Klassen 8a/b und 9a/b am Schulzentrum Marienhöhe am Mittwoch Vormittag vor.

"Frankreich, seine Sprache und Kultur", so lautet das Motto der France Mobil-Referenten, die seit September 2002 am Steuer der Renault Kangoos durch ganz Deutschland fahren und so schon 6.500 Schulen besucht und über 540.000 Schüler und Schülerinnen getroffen haben. Damit werben sie für die französische Sprache und unser Nachbarland.

Jessica Mathelin, die seit September dieses Jahres für Hessen zuständig ist, startet ihre Touren von Mainz aus. Sie fährt an Grund- und Realschulen und an Gymnasien, um die spielerisch gestalteten Unterrrichtsstunden mit Liedern, Theater, Sketchen und Spielen durchzuführen. Das Programm France Mobil ist eine Initiative der Kulturabteilung der französischen Botschaft und der Robert-Bosch-Stiftung unter der Schirmherrschaft des Bevollmächtigten der Bundesrepublick Deutschland für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit, Klaus Wowereit, und des französischen Ministers für Jugend, Bildung und Forschung, Xavier Darcos. Das Ziel ist einfach, die Lust an der französischen Sprache zu wecken. Unterstützt wird es auch vom Institut francais, dem Ernst-Klett-Verlag sowie den Fernsehsendern Arte und TV5. Dieses Projekt ist das französische Pendant zu DeutschMobil, das im Januar 2001 ins Leben gerufen wurde. Am 22. Januar 2004 wurden France Mobil und DeutschMobil für ihr vorbildliches Engagement in der deutsch-französischen Zusammenarbeit der Adenauer-de Gaulle-Preis verliehen.

Jessica Mathelin ist es gelungen, unsere Schüler zu motivieren. Spielerisch vermittelte sie die französische Sprache mit der Unterstützung durch authentische Materialien wie aktuelle französische Lieder (zum Beispiel von Zaz), die die Schüler nach dem französischen Notensystem bewerten durften.

Motivation ist ein wichtiger Baustein für das Erlernen einer Fremdsprache. Diese Begegnung war eine Kostprobe für die Klasse 8a/b angesichts des bevorstehenden Schüleraustauschs mit Collonge-sous-Salève in den französischen Alpen im März 2012!

Foto: Die Klasse 8 a/b mit Frau Jessica Mathelin (Bildmitte) von France Mobil und der Französischlehrerin Frau Elisabeth Schimek (rechts).

 



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Eine Persönlichkeit mit Holz und Hightech
27.10.2011 11.31 Uhr


Schulzentrum Marienhöhe weiht neues Gebäude ein.

Schülern mit Vernunft zu kommen, kann nach hinten losgehen. Bei dieser Zielgruppe stimmt gerne mal die Gleichung: Vernunft ist gleich langweilig. Wenn sie aber gar nicht merken, wie pädagogisch wertvoll ihnen geschieht – dann hat die Schulleitung alles richtig gemacht. Dieses Ideal erreicht wohl das neue Gebäude des Schulzentrums Marienhöhe, das gestern in einer Feierstunde eingeweiht wurde und dem ab Ende November Schüler der Klassen sechs bis 13 Unterricht erhalten.
Jeder Sitzplatz ist in bestes Licht gerückt mit einem Wert von 300 Lux. Dafür sorgen Sensoren in den Lampenkästen, die daher am Fenster weniger hell strahlen als am anderen Ende des Raumes. Statt steifer Holzhocker stehen Hydraulikstühle aus buntem Plastik in den 15 Klassenräumen. Die lassen sich in jede Richtung kippen und laden trotzdem nicht zum Zappeln ein, wie der Geschäftsführer des Schulzentrums Achim Ulrich sagt. Eine „CO2-Ampel“ meldet optisch, dass man wegen verbrauchter Luft ein Fenster öffnen möge. Statt einer Klimaanlage schalten die Fenster in der kühlen Nacht auf Durchzug.

Der eigentliche Witz sind nach Meinung des Schulleiters Gunter Stange jedoch die Tafeln. Statt flaschengrün und analog sind sie aus Kunststoff und werden vom Beamer beleuchtet. „Wir haben viele Unterrichtsmethoden und Medien ausprobiert – den Kampf gegen das Handyklingeln haben wir trotzdem verloren“, sagt Stange in seiner kurzen Festrede. Jetzt aber, mit dem interaktiven Bildschirm im Riesenformat, hätten die Lehrer das Aufmerksamkeitsmonopol zurückgewonnen. Damit gelingt in der Hoffnung der Schulleitung, was Schuldezernent Rafael Reißer (CDU) in seinem Grußwort über moderne Schulen sagt: „In einer unübersichtlichen Zeit wird es immer wichtiger, dass Schulen selbstverantwortliche Menschen bilden.“
Das Schulzentrum hat an Mitteln nicht gespart. 3,8 Millionen hat der Neubau gekostet, der dort errichtet wurde, wo vorher ein Schülerheim aus dem Jahr 1924 stand. Vor fast zwölf Monaten wurde der marode Holzbau abgerissen, nur knapp ein Jahr später ist das neue Haus bezugsfertig. „Wir hatten angepeilt, zum Schuljahresbeginn fertig zu sein, aber das stellte sich als zu utopisch heraus“, sagt der Architekt Andreas Mayer-Winderlich.
Er hat vor 30 Jahren im Schulzentrum sein Abitur geschrieben. Dass er und sein Büropartner Edmundo Martinez Moreno nun auf der Marienhöhe bauen dürfen, ist kein Auftrag wie jeder andere. „Fahrt doch mal auf die Marienhöhe, die brauchen ein neues Gebäude“ habe man ihm gesagt. 2008 begannen dann die Planungen, bei denen die Architekten aus Stahl, Beton und Holz eine Seele modellieren wollten. „Es sollte ein Haus entstehen, das eine Persönlichkeit hat und altern kann“, erklärte gestern Mayer-Winderlich.

Die Persönlichkeit des Hauses hat einen stabilen Kern und ist zugleich offen. Zwei steinerne Fassadenteile bilden die seitliche Begrenzung des 65 Meter breiten Baus, durchteilt von geschosshohen Fenstern. Die „klassische Lochstruktur“ sei das, sagt der Architekt, der dadurch die gewollte Verbindung zum Haupthaus herstellte, dessen Fassade symbolisch für das Schulzentrum steht. Im Mittelteil des zweistöckigen Baus gibt es dagegen viel gläserne Transparenz und Verschalungen mit Holzleisten. Vor allem bei abendlicher Beleuchtung entstehe so ein tolles Bild, sagt Geschäftsführer Ulrich.
Und Abendveranstaltungen wird es geben, sogar Übernachtungsmöglichkeiten für 120 Gäste wurden geschaffen. Das Schulzentrum gehört der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, deswegen sind Gäste wie Pfadfinder willkommen, ebenso Teilnehmer des internationalen Volleyballturniers. Im Keller gibt es Musikband-Proberäume.
Mit dem neuen Haus, das als Ersatz für unmoderne Haupthausräume fungiert, geht auch ein Systemwechsel einher: Lehrer- statt Klassenräume. In den Pausen sind dann also die Schüler unterwegs. Eine Idee haben die Architekten im Inneren verwirklicht, die Mayer-Winderlich als Schüler auch gerne gehabt hätte: Holzfußboden aus Bambus.
Der sei viel beständiger als Linoleum und entspreche wegen seiner Natürlichkeit auch der Bewertung als „Gesundheitsfördernde Schule“, die das hessische Kultusministerium der Marienhöhe verlieh.

Quelle: echo-online.de, 25. Oktober 2011



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