Entwicklungshilfe

Einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus wagen unsere Schülerinnen und Schüler bei Projekten in Zusammenarbeit mit ADRA, der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe e.V. Nach mehreren Arbeitseinsätzen in Thailand rückte in den letzten Jahren Kambodscha in den Vordergrund, ein Land, das zu den ärmsten der Welt gehört.
Unsere Schülerinnen und Schüler bauten schon Brunnen und Toiletten und halfen bei der Errichtung einer ADRA-Station mit, in der Schulungen zum Thema Gesundheit und Hygiene durchgeführt werden. Ein großes Projekt ist der Bau von Waisenhäusern. Es gibt viele Waisenkinder in Kambodscha, die ihre Eltern durch Aids verloren haben.
Die Kosten für Baumaterial werden aus Spenden und einem Teil des Erlöses der Landessammlung bestritten, die jedes Jahr im Herbst stattfindet. Schülerinnen und Schüler der Marienhöhe gehen mit Sammellisten von Haus zu Haus, die jüngeren stellen sich mit Sammelbüchsen in die Fußgängerzone von Darmstadt und die kleinsten verkaufen auf einem Marienhöher Flohmarkt ihr Spielzeug. Das Geld für den Flug, die Dinge des persönlichen Bedarfs und einen großen Teil der eigenen Ausrüstung muss jeder Teilnehmer an der Expedition selbst aufbringen. Die meisten müssen dafür schon Monate vorher arbeiten.
Vor jeder Reise wird in mehreren Treffen besprochen, was mitzunehmen ist:(Rucksack, Wasserflaschen, Medikamente, Moskitonetz ...), was eine "eiserne Ration" ist, welche Impfungen nötig sind, welche Bedingungen man vorfinden wird, wie das Klima sein wird, welches die Bräuche und Tabus der Einheimischen sind und wie man mit ihnen umgehen kann ... Jeder Teilnehmer muss sich die Fragen stellen: Kann ich mich mit einfachster Unterkunft und Nahrung zufrieden geben? Was heißt es sich für sechs Wochen auf ein engstes Leben mit der Gruppe einzulassen? Bin ich bereit einen möglichen Gruppenkonflikt durchzuhalten und bei der Klärung mitzuhelfen?
Sie lernen viel bei solchen Einsätzen - über Menschen, die für unsere Begriffe sehr arm sind, nur einige Dollars im Monat zur Verfügung haben, und trotzdem viel zufriedener und glücklicher zu sein scheinen als der durchschnittliche Westeuropäer, aber auch über sich selbst und ihre Möglichkeiten und Grenzen - und sind oft erstaunt darüber, wie wenig wichtig ihnen plötzlich Dinge sind, ohne die sie vorher gar nicht ausgekommen wären.
Abenteuer erleben und dabei helfen - so eine Reise bleibt unvergessen!

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