Infotag So 19.11.
Start um 11:00 Uhr, Programm ab 10.11. auf Homepage abrufbar

1960er Jahre: Naturwissenschaftlicher und neusprachlicher Zweig in der Oberstufe

Im Schuljahr 1959/60 wird im Aufbaugymnasium die Aufteilung in einen mathematisch-naturwissenschaftlichen und einen neusprachlichen Zweig auf der Oberstufe eingeführt. Die Schüler haben die Möglichkeit, ab Klasse 11 zwischen beiden zu wählen.

Im Jahr 1962 wird der Handelslehrgang stillgelegt, aus Gründen, die die Gesamtökonomie der Schule betreffen. Auch die Haushaltungsschule nimmt einen ähnlichen Weg.

Anfang der sechziger Jahre wird ein Deutschkurs eingerichtet. Ausländische Schüler - oft aus den USA - belegen das Fach Deutsch als Fremdsprache und daneben meist auch theologische Fächer. Dieser Kurs wird später an unsere Schwesterschule in Österreich abgegeben.

1967 wird die neue Turnhalle mit Anbau in Betrieb genommen. Die Turnhalle dient auch als Versammlungsraum; Schülerzahl in den 60er Jahren: maximal 300.

1970er Jahre: Gymnasium mit besonderer Prägung – reformierte Oberstufe, Kolleg mit Vorbereitungskurs

Im Schuljahr 1970-71 wurde auf mehrere Anregungen aus der Lehrerschaft hin - mit Billigung des Schulträgers - eine Umstrukturierung vorgenommen. Sie betraf die Oberstufe, die nun in eine Studienstufe mit Kurssystem umgewandelt wurde. Die neue Ordnung folgte den Richtlinien der Kultusministerkonferenz; dadurch gehörte die Marienhöhe zu den ersten Versuchsschulen in Hessen bezüglich der reformierten gymnasialen Oberstufe. Nun wird auch Schülern aus dem Berufsleben (Kollegiaten) der zweite Bildungsweg im Aufbaugymnasium eröffnet. Auch die Fünf-Tage-Woche wird eingeführt. Mit dieser neuen Struktur ist das Aufbaugymnasium Marienhöhe vielen anderen Gymnasien voraus. Der Hessische Kultusminister anerkennt das neue System als Schulversuch.

1971-1973 entsteht ein großer, zweiteiliger Neubau am Nordrand des Schulgeländes. Er enthält im unteren Teil Speisesaal, Küche und Tiefgaragen, im oberen Teil Verwaltungsbüros, Sitzungsräume und Bibliothek (schwerpunktmäßig als Fachbibliothek für das Theologiestudium).

1978 wird das im Jahr 1950 erbaute Schulgebäude mit einem mehr als doppelt so großen Anbau erweitert (Klassenräume, neues Lehrerzimmer, Physik- und Chemieräume).

Die Besonderheit der 70er Jahre auf der Marienhöhe sind vielfältig, oft von den Internatsschülern initiierte Aktivitäten auf dem Campus, um ihn als Lebensraum attraktiv zu machen (das zeigen die Jahrbücher der Schuljahre 1971/1972, 1975/1976 und 1979/1980, die in der Schulmediothek einsehbar sind).

Die Schülerzahl wächst in den 70ern erheblich von 280 (1970/71) auf 520 (1979/80).

Die Marienhöhe hat in dieser Zeit den Mut bewiesen, in enger Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium neue pädagogische Wege zu gehen und an hessischer Schulentwicklung insgesamt aktiv teilzunehmen; ein Vorbild auch für die Zukunft.