KLAUSUR Q2 FF...
... findet am 23.03. in Raum A122 statt! (Update: 22.03., 12:45 Uhr)

Was das Internatsleben bei uns ausmacht

Warum Internat?
Warum Marienhöhe?


Das Internat ist ein wichtiger Zwischenschritt zwischen dem Zuhause und der späteren Studien- oder Ausbildungszeit. Die Lern- und Lebensgemeinschaft des Schulzentrums Marienhöhe macht Jugendliche in der Regel gemeinschafts- und teamfähiger, unterstützt beim gezielten Lernen und ermöglicht eine stärkere Verantwortungsübernahme und damit Reifung. Aus dem christlichen Menschenbild des Schulzentrums leiten sich auch die Werte, Ziele und Regeln für die Internate her. Darüber hinaus ruht das Internatsleben der Marienhöhe auf drei eigenen Säulen, die im Alltag eng miteinander verflochten sind:

BILDUNG meint hier sowohl schulische Bildung, die Erreichung von guten Schulabschlüssen und die entsprechende Förderung dieser Ziele, als auch lebenspraktische und Herzensbildung.

Ob es die Erfahrung ist, den Gang zum Amt allein geschafft zu haben, das Zusammenleben mit so vielen anderen im Alltag positiv zu meistern oder sich einen Teil des Schulgeldes durch Arbeit auf dem Gelände zu verdienen – Absolventen, die ihre Marienhöher Zeit im Internat verbracht haben, gehen mit einer größeren Selbständigkeit - und daraus resultierendem Selbstbewusstsein - ins Leben.

Auch unser GLAUBE, die zweite (mittlere und damit zentrale) Säule des Internats Marienhöhe, ist mit den beiden anderen Säulen verknüpft.

Herzensbildung heißt im christlichen Kontext, dass es nicht nur um das Erreichen guter Noten geht und der Mitschüler dabei gern auf der Strecke bleiben darf. Formalbildung ist gut, aber sie ist nicht alles, wenn dabei die Mitmenschlichkeit fehlt. Der Glaube hilft uns hier in der gemeinsamen Ausrichtung auf Gott, menschliches Streben zu relativieren und an den richtigen Platz zu rücken.

In Gemeinschaft kann Glaube besser entdeckt werden und aktiv werden, auf der anderen Seite muss er sich im Internat am konkreten Umgang miteinander messen lassen. Der Glaube oder auch nur das Interesse daran, wirkt in unserem Internatsleben als integrativer Faktor. Über das Mitmachen bei der Jugendgruppe der Kirchengemeinde entstehen schnell viele positive Kontakte, neue Freundschaften werden geschlossen, das Selbstbewusstsein durch Aufgaben und Ziele gestärkt.

Ein Internat ist kein Hotel, sondern will GEMEINSCHAFT ganz bewusst leben. Was heißt das?

Da ist zum einen natürlich die tausendfach berichtete Erfahrung, Freunde zu finden, die oft genug zu Freunden fürs ganze Leben werden. Zum anderen gibt es natürlich – in jeder Gemeinschaft von Menschen unvermeidlich – Konflikte und Unterschiedlichkeiten. Diese nicht nur auszuhalten, sondern sogar durch pädagogische Hilfe zu nutzen, um als Persönlichkeit zu wachsen, das ist der spezielle Beitrag des Internats.Sich einfügen und behaupten; Dinge ansprechen lernen; mit Enttäuschungen umgehen ohne den anderen aufzugeben; sich gemeinsam engagieren; sich abgrenzen ohne zu verletzen; Kompromisse aushandeln; sich als Gruppe auf etwas einigen; damit umgehen, dass andere anders sind; Feedbacks von anderen verkraften; sich selbst akzeptieren...all dies geht natürlich nicht nur im Internat. Aber hier geschieht es intensiver, komprimierter.Erwachsenwerden im Schnelldurchlauf, aber mit Netz und doppeltem Boden durch die pädagogische Begleitung.