Infotag So 19.11.
Start um 11:00 Uhr, Programm ab 10.11. auf Homepage abrufbar

Zielvereinbarungsgespräche

Winfried Warning, Schulleiter der Realschule von 2010-2015, führte das Konzept der Zielvereinbarungsgespräche ein. Anfangs war geplant, nur mit den „schwierigen“ Schülerinnen und Schülern in Gegenwart ihrer Eltern über ihr Arbeits- und Sozialverhalten zu sprechen. An einem Montag im November 2010 führte er die ersten Gespräche.
Winfried Warning erinnert sich: "Eines der sechs Gespräche an jenem Nachmittag werde ich nie vergessen: Dem Schüler standen die Tränen in den Augen, sein Vater fand Worte, die ich vorher noch nie von Eltern gehört hatte, die ich vorher nicht kannte. Das sehr positive und konstruktive Feedback jenes Vaters ließ mich am Dienstag die Entscheidung treffen: So lange ich für die Realschule verantwortlich bin, werde ich in jedem Schuljahr mit möglichst allen Schülern der Realschule mindestens ein Gespräch in Anwesenheit der Eltern führen."
Reiner Junek, Schulleiter der Realschule seit 2015, führt das Konzept der Zielvereinbarungsgespräche kontinuierlich weiter. Indem wir Schüler und Eltern zu einem Gespräch laden, signalisieren wir deutlich: Ihr Kind, das Sie uns anvertraut haben, ist keine Nummer, sondern ein Mensch, dem wir uns direkt zuwenden, an dessen persönlicher Entwicklung wir Anteil nehmen, dem wir aber gleichzeitig Wissen vermitteln wollen.

Folgende Fragen werden in einer solchen Unterredung angesprochen:

  • Wie geht es dir? Wie bewertest du uns, d. h., die Schule und deine Lehrerinnen und Lehrer?

  • Inwieweit bist du mit der Lernatmosphäre im Unterricht deiner Klasse zufrieden?

  • Wie bewertest du das soziale Miteinander in deiner Klasse?

  • Beteiligst du dich am Unterrichtsgespräch, um eine gute mündliche Note zu erhalten?

Wie viel Zeit investierst du nachmittags für deine Hausaufgaben?

Ab der 9. Klasse sprechen wir auch über die Ziele, die nach der Mittleren Reife angestrebt werden. Zu Beginn des Schuljahres schreiben wir in jeder Realschulklasse eine Zielvereinbarung auf; die für das Halbjahreszeugnis angestrebten Noten in den Hauptfächern werden schriftlich fixiert. Zuvor reden wir darüber, dass die Ziele, die wir uns setzen, erreichbar und realisierbar sein sollten. 

Wir können Kindern und Jugendlichen – und auch uns selbst! – nicht oft genug ins Gedächtnis rufen: für mein Reden und Schweigen, für mein Tun und mein Nicht-Tun trage ich selbst die Verantwortung. Somit können wir uns am Schulzentrum Marienhöhe gegenseitig zu mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit ermuntern und ermutigen.