Infotag So 19.11.
Start um 11:00 Uhr, Programm ab 10.11. auf Homepage abrufbar

Darstellendes Spiel

Sabine Zink, Fachsprecherin

„Bühne, Bretter, die die innere Welt verändern.“ (M. Hinrichs)

Darstellendes Spiel ist real-life Second Life! Wer schon einmal erlebt hat, wie es sich anfühlt, vor Publikum zu einem ganz Anderen zu werden, der hat eine Idee davon, warum wir DSp-Lehrer unser Fach mit Freude und Leidenschaft unterrichten. In fremde Rollen einzutauchen, so zu sein, wie man sich im echten Leben niemals geben würde, und dabei nahezu unbemerkt an Persönlichkeitsstärke zu gewinnen, diese Erfahrung haben wir selbst schon als Schüler gemacht.

Ein Theaterprojekt von der Planung bis zur Aufführung vor Publikum durchzuhalten, ist ein unvergessliches Erlebnis, das zu innerer Stärke, Mut und Selbstvertrauen führt. Darstellendes Spiel fördert die Gelassenheit, vor einer großen Zuhörerschaft frei zu sprechen oder einfach nur komisch zu sein, und ist ebenso Forum für eindringliche Botschaften, die provozieren und zum Nachdenken anregen.

Das Bühnenprojekt bildet im Fach Darstellendes Spiel neben Theatergeschichte und Theatertheorie den größten Unterrichtsschwerpunkt. Der Lernerfolg des Faches hängt stark von der Bereitschaft aller Kursteilnehmer ab, nicht nur regelmäßig im Unterricht anwesend zu sein, sondern auch einen Teil der eigenen Freizeit für Theaterbesuche, Wochenendproben, Textlernen oder die Teilnahme an Wettbewerben und externen Schauspielworkshops zu opfern. Darstellendes Spiel heißt deshalb auch, sich auf ein Ensemble verlassen zu können.

Den Mut zum Anderssein wecken wir in verschiedenen Lockerungstechniken, insbesondere in den spielpraktischen und ensemble-bildenden Übungen, in denen (fast) alles erlaubt ist, was man üblicherweise im Unterricht nicht darf - toben, tanzen, schreien, albern sein, wild gestikulieren, aber auch schweigen, ruhig werden, nachdenklich sein, sich in sich selbst zurückziehen.
Im diesem kreativen Spannungsfeld zwischen ausgelassen und zurückhaltend, zwischen introvertiert und extrovertiert, entwickeln wir eine Vorstellung von den Grundtechniken des Schauspiels, der offenen und der gebundenen Improvisation.

Am Ende des Schuljahres belohnt der Applaus eines begeisterten Publikums die oft mühevolle Arbeit in diesem unkonventionellen Fach - direkter, nachhaltiger und persönlicher als die zusätzliche klassische Punktewertung auf dem Zeugnis. Deshalb wünschen wir uns auch in Zukunft für unsere Aula oder bei den Schultheatertagen: „Vorhang auf!“

Aufgeführt am Schulzentrum Marienhöhe und bei den Schultheatertagen 2016

Mercutio - bester Freund Romeos, lebensfroh, quirlig, frech, respektlos, schlagfertig, ironisch, draufgängerisch und vielleicht die tragischste Figur in der Geschichte um das bekannteste Liebespaar der Weltliteratur, Shakespeares „Romeo und Julia“, und deren seit Generationen verfeindeten Familien, denn er gerät zwischen die Fronten und wird zum ersten Opfer dieses sinnlosen gegenseitigen Hasses.

Besondere Aktivitäten im Unterricht

  • Spielpraktische Orientierung, Improvisation, künstlerische Prozesse mit den Mitteln des Theaters freisetzen

Besondere Aktivitäten, die aus dem Unterricht erwachsen oder über den Unterricht hinausgehen

Besondere Veranstaltungen/Fahrten/Exkursionen

  • Verpflichtendes ‚Klassenfahrt-Abo’ mit den Kursen DSp (= 3 Vorstellungsbesuche im Staatstheater Darmstadt)
  • Teilnahme an Wettbewerben z.B. Schultheatertage am Staatstheater Darmstadt

Kooperationen

  • Theaterpädagogik des Staatstheaters Darmstadt

Auszug aus dem Marienhöher "Kursbuch Schulentwicklung"