Aktuelles
Schule aktiv für Klimaschutz 10.05.2010 12.02 Uhr
Schulzentrum tritt hessischer Charta bei. Der Schulleiter des Darmstädter Schulzentrums Marienhöhe, Gunter Stange, hat gestern in Frankfurt die hessische Charta für den Klimaschutz unterzeichnet. Die von Stange geführte Schule ist damit die dreizehnte, die sich "Schule für den Klimaschutz" nennen darf. Im Rahmen des Projekts "Hessen aktiv: 100 Schulen für den Klimaschutz" verpflichtet sich das Schulzentrum dazu, die Kohlendioxid-Emissionen zu erfassen. Danach wird mit Hilfe eines Energiesparmodells innerhalb eines Jahres eine zehnprozentige Reduktion des Ausstoßes verfolgt.
Stange und sein Kollege Roland Paeske planen, das Thema sowohl im Schulprogramm als auch im Unterricht zu verankern, zum Beispiel durch Arbeitsgemeinschaften und Wahlpflichtfächer. Paeske möchte die Schüler animieren, selbst noch mehr Möglichkeiten zu finden, bewusster mit Energie umzugehen. Das Schulzentrum hat in den vergangenen zwei Jahren die Ölheizung durch eine Solar- und eine Holzhackschnitzel-Anlage ersetzt. Dadurch konnten die Emissionen um bis zu 70 Prozent gesenkt werden. Wichtiger aber ist Stange der pädagogische Nutzen.
Der wird einerseits durch die schuleigenen Verpflichtungen, andererseits durch zusätzliche Unterstützung des Landes gesichert. Nach Unterzeichnung der Charta stehen den Schulen zusätzliche Mittel im Zusammenhang mit dem Klimaschutz zu, von Unterrichtsmaterialien bis zu technischen Beratungen durch die projekteigene Servicestelle.
Susanne Stroh vom Hessischen Kultusministerium sagt, dass bei bisher 13 Schulen zwar die Erwartungen, nicht aber die Wünsche an das Projekt erfüllt wurden. Dennoch, 62 weitere Schulen seien interessiert, 15 stünden kurz vor der Unterzeichnung der Charta. Weitere Projekte im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsstrategie Hessens setzen bei Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an. Weitere Informationen unter: www.hessen-nachhaltig.de.
Text: F.A.Z., 06.05.2010, Nr. 104 / Seite 58

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Stellungnahme zu den Berichten im Darmstädter Echo über sexuellen Missbrauch auf der Marienhöhe 08.04.2010 15.05 Uhr
Als Vorstand des Schulträgers, als Schulleitung sowie als gesamte Mitarbeiterschaft am Schulzentrum Marienhöhe drücken wir den betroffenen Opfern sexueller Übergriffe unser tiefes Mitgefühl aus. Wir bedauern außerordentlich, dass derartige Vorkommnisse durch eine externe Person offensichtlich auch auf unserem Campus stattgefunden haben. Gleichzeitig bringen wir unsere zu tiefst empfundene Ablehnung und Verurteilung derartiger Übergriffe zum Ausdruck. Wir gehen den Vorkommnissen nach und werden alles in unseren Kräften stehende tun, um eine Klärung herbei zu führen.
In der Ausgabe des Darmstädter Echo vom 10.03.2010 wurde berichtet, dass der derzeitige Schulleiter Gunter Stange, bereits seit 1981 im Amt sei. Richtig ist, dass er seit 1981 Lehrer auf der Marienhöhe ist, aber erst seit 2000 in der Funktion als Schulleiter.
Zur Klarstellung der Vorkommnisse:
In den 80er Jahren hat ein externer Klavierlehrer auf privater Basis Klavierunterricht angeboten. Die hierfür notwendigen Räumlichkeiten sind von der Schule unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden, um die zusätzliche finanzielle Belastung der Schüler so gering wie möglich zu halten. Der Klavierlehrer war zu keiner Zeit Angestellter der Schule. Dass dieser positive Ansatz in tragischer Weise zerstörerisch ausgenutzt wurde, erfüllt uns mit tiefer Betroffenheit.
In diesem Umfeld haben nach unseren heutigen Erkenntnissen die genannten Fälle im Zeitraum von etwa 1984 bis zum Schuljahr 1990/91 stattgefunden. Über Art und Umfang der mutmaßlichen Übergriffe liegen uns bisher keine genauen Angaben vor.
Der damalige stellvertretende Schulleiter hat nach Kontaktaufnahme eines betroffenen Elternpaares mit der heutigen Schulleitung umgehend mit diesen Eltern sowie ihrem Sohn Gespräche geführt. Darüber hinaus hat die heutige Schulleitung mit der damals verantwortlichen Schulleitung zur Klärung des Sachverhalts Kontakt aufgenommen.
Nach den heute vorliegenden Erkenntnissen wurde dem Klavierlehrer, nachdem ein sexueller Übergriff bekannt wurde, die Nutzung der Räumlichkeiten von der damaligen Schulleitung untersagt. Da zu vermuten ist, dass weitere Personen betroffen sein könnten und die Rekonstruktion der Ereignisse von vor über 20 Jahren sehr schwer fällt, bitten wir um Kontaktaufnahme mit der heutigen Schulleitung, um zur Klärung und Aufarbeitung des Sachverhalts beizutragen.
Alternativ kann seelsorgerlicher Kontakt auch mit folgenden Stellen aufgenommen werden:
Beratungsstellen des Weißen Kreuzes e.V.
Weißes-Kreuz-Straße 1
43292 Ahnatal
Tel.: 05609/833-0
Beratungsstellen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren
Bonner Straße 145
50968 Köln
Tel.: 0221/569753
Bundesgeschäftsstelle Weißer Ring e.V.
Weberstraße 16
55130 Mainz
Tel. 06131/83030
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Kultusministerin Dorothea Henzler besucht das Schulzentrum Marienhöhe 29.03.2010 11.22 Uhr
Feierliche Verleihung des Gesamtzertifikats "Gesundheitsfördernde Schule"
Am 15. März besuchte die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler die Marienhöhe, um dem Schulzentrum das Gesamtzertifikat "Gesundheitsfördernde Schule" zu überreichen. Begleitet wurde sie von der Leiterin des Projektes "Schule und Gesundheit" am Kultusministerium, Frau Dr. Beate Zelazny.
Um 13:00 Uhr wurden sie vom Schulleiterteam freundlich begrüßt. Schulleiter Gunter Stange und Geschäftsführer Achim Ulrich stellten ihnen im Verwaltungsgebäude am Grundstücksmodell die Schule vor, außerdem ein Modell des neuen Unterrichtsgebäudes. Die Ministerin stellte viele Fragen, unter anderem zum Religionsunterricht. Bei der anschließenden Führung über das Schulgelände wurde auch das Holzhackschnitzel-Heizwerk gezeigt, mit dem die Marienhöhe in nachhaltiger Weise ihre Wärmeversorgung sicherstellt. Beim Besuch des Leistungskurses Politik und Wirtschaft stellten die Schülerinnen und Schüler der Ministerin kompetente Fragen zur Schul-, Landes- und Parteipolitik, die Frau Henzler offen und klar beantwortete.
Um 14:00 Uhr fand die gut vorbereitete Feierstunde zur Verleihung des Gesamtzertifikats statt. Festredner waren der Schulleiter und die Kultusministerin. Beide legten Wert darauf zu zeigen, dass "Gesundheit" vielschichtig zu begreifen ist. Die Ministerin hob einige der Aktivitäten der Schule hervor, die die Gesamtzertifizierung ermöglicht hatten. In seinem Grußwort ermutigte der Darmstädter Schuldezernent Dr. Dierk Molter dazu, das Zertifikat als Auftrag für einen fortzuführenden Schulentwicklungsprozess auf der Marienhöhe zu begreifen. Roswitha Schug, die vom Staatlichen Schulamt Darmstadt aus den Weg zur Gesamtzertifizierung begleitet und evaluiert hat, lobte in ihrem Grußwort, wie engagiert die Marienhöhe in den letzten Jahren Schritte auf dem Weg zur gesundheitsfördernden Schule umgesetzt hat. Besonders erwähnte sie die neu eingerichtete "Steuergruppe gesundheitsfördernde Schulentwicklung". Gunter Stange würdigte in der Feierstunde das Engagement der Lehrerin Karen Nattrodt, die maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat. Es war ihre Idee, die Marienhöhe für das Pilotprojekt "Schule und Gesundheit" des Hessischen Kultusministeriums zu begeistern. So konnte die Marienhöhe eine der ersten Schulen in ganz Hessen werden, die mit dem Prädikat "Gesundheitsfördernde Schule" ausgezeichnet wurde. Umrahmt wurden die Redebeiträge von eindrucksvollen Musikbeiträgen. Bei einem Imbiss nach der Feierstunde konnten noch Gespräche geführt und Kontakte geknüpft werden.
Christian Noack
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Es ist weg – 24.03.2010 11.57 Uhr
das Alte Schülerheim!! Die Umleitung der Strom-, Wasser- und Heizungsanschlüsse und die Zerlegung und fachgerechte Entsorgung der Inneneinrichtung spielten sich noch fast im Geheimen ab. Auch die Bergung des Türmchens am 10. Februar, das in Erinnerung an das ehrwürdige Haus einen Ehrenplatz auf dem Gelände erhalten wird, erregte noch kein großes Aufsehen. Doch eine Woche später erfolgte der erste Einschlag in das Dach. Mit großem Getöse riss der Bagger unerbittlich Stücke aus dem Dachstuhl, verbiss sich in die Mauern, zerrte und zerschlug, bis nur noch ein großer Haufen Schutt da war, und auch der ist mittlerweile zum größten Teil abtransportiert. Was übrig bleibt, ist eine riesige Grube und eine ungewohnt freie Sicht über das Gelände auf das Mädcheninternat.
Aber zum Trauern um das alte Haus, an dem so viele Erinnerungen hängen, werden wir nicht viel Zeit haben. Bald werden wird an der Stelle mit dem Bau eines neuen Schulhauses begonnen, mit dem wir dringend benötigte Klassenräume, nach den modernsten Gesichtspunkten ausgestattet, erhalten. Darauf freuen wir uns zusammen mit unseren Schülern.
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Kopfkino der anderen Art - Jesus und seine Bilder 16.03.2010 16.12 Uhr
Wieder einmal war es soweit: Mehr als zwei Dutzend Gastschülerinnen und –schüler hatten sich für die Marienhöher Begegnungswoche zum Schnuppern Anfang Februar angemeldet und kamen voller Spannung zu uns. Trotz großer Schneemengen schafften es alle, zu uns durch zu dringen, und gespannt warteten sie auf unser von langer Hand und mit viel Sorgfalt vorbereitetes Programm.
Natürlich war vormittags Schule angesagt und nachmittags zahlreiche Ausflüge, die – zumindest, was die busfahrenden Internatsbetreuer auf schneereichen Straßen angeht – reichlich abenteuerliche Züge annahmen. Die Anmeldungen für die Ausflüge waren stets zahlreich, und wir konnten einige Kontakte zu den Leuten vertiefen, egal ob beim Schwimmen im Miramar, beim Kegeln, bei einer Fahrt zu Schloss Freudenberg oder einer Führung bei der Stimme der Hoffnung.
Die Abendveranstaltungen wurden von drei Lehrern gestaltet, und jeder trug in seinem Stil Interpretationen von Gleichnissen vor, wie z.B. das Gleichnis des Sämanns (Roland Paeske), das Gleichnis des verlorenen Sohnes (Reiner Junek) und das Gleichnis vom Schatz im Acker (Burkhard Mayer). Stefanie Noack-Bürger sorgte an einem Abend für ein fröhliches Lobpreis-Fest. Die meisten Gäste waren tief beeindruckt von der Vielfalt der Angebote auf der Marienhöhe.
Gunter Stange und Reiner Junek widmeten sich einen Nachmittag lang der Aufgabe, mit unseren Gastschülern über ihre Erfahrungen im Schulbereich zu diskutieren. Dass die Schulleiter sich für sie – die „nur“ junge Gäste waren – so viel Zeit nahmen, gefiel ihnen gut und sie fühlten sich an- und ernstgenommen, zumal sie spürten, dass das Interesse echt und nicht nur oberflächlich war. „Die Leute sind hier so nett!“ hörten wir öfter. „Auch die Erwachsenen! Im Internat, in der Mensa, in der Verwaltung, und auch einige Lehrer!“
„Die Regeln hier sind nicht so, dass man sie nicht einhalten könnte!“ meinte ein Junge, der vielleicht zu Hause etwas anderes gewohnt war. Dass die meisten unserer Gäste gerne im neuen Schuljahr kommen, ja, manche sogar am liebsten gleich hier bleiben wollten, freut uns sehr – zumal einige wohl doch ein paar schwierige Situationen in dieser Woche zu meistern hatten.
Warten wir’s ab – wir bleiben weiterhin mit ihnen im Brief- und Mailkontakt.
Beate Strobel
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