Internatstagebuch

Unterwegs wie Schumacher
05.11.2007 14.33 Uhr


Auf der Rennstrecke unterwegs sein wie Michael Schumacher, das ist der Traum vieler jungen Leute, vor allem der Jungs. Für eine kurze Zeit haben wir uns im Internat diesen Wunschtraum erfüllt. Am 18. September 2007 fuhren wir abends mit über 20 Jungs und Mädchen aus dem Internat nach Hemsbach, um dort in einer entsprechend ausgestatteten Halle Kart zu fahren. Wir hatten uns im Vorfeld sehr günstige Tickets besorgen können, so dass der Geldbeutel unserer Schülerinnen und Schüler nicht so arg belastet wurde.
Bevor wir in die Karts steigen konnten, wurden wir mit einem Sturzhelm ausgestattet und ausführlich in die Regeln des Kartsports eingewiesen. Dann ging es los. Jeweils zehn Leute konnten für zehn Minuten ihre Fahrkünste unter Beweis stellen: Auf den Geraden ordentlich Speed zu geben, die Ideallinie zu finden, vor der Kurve nicht mehr als nötig abzubremsen, mutig in die Kurve zu gehen, dann wieder Gas zu geben, schneller als die Vorderleute zu sein, sie an der nächstmöglichen Stelle zu überholen, immer konzentriert bei der Sache zu sein und darum bemüht, die jetzige Runde schneller zu fahren als die letzte – das macht Kart fahren aus.
Der Rundenrekord liegt bei 34 Sekunden. Der Beste unserer Internatsschüler, Nico Fischer, fuhr die schnellste Runde mit 38 Sekunden. Auf einer Anzeigetafel konnte man jeweils die schnellste und die aktuelle Rundenzeit ablesen. Wir als Betreuer erreichten immerhin noch eine Rundenzeit von 41 Sekunden und belegten somit einen Platz im Mittelfeld. Ungeheuren Spaß gemacht hat es allen, die dabei waren, den Schnelleren wie denen, die gemütlicher unterwegs waren. Selbst ein Mädchen, das eigentlich nur zum Zuschauen mitgefahren war, hatte sich später noch auf die Rennstrecke begeben. Klar, dass am Ende viele fragten, wann wir das nächste Mal Kart fahren würden.
Helmut Dürsch


 



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4. Nationales Fußballturnier auf der Marienhöhe
02.07.2007 12.23 Uhr

Es ist eine gute Tradition auf der Marienhöhe, kurz vor dem Ende eines Schuljahres ein Fußballturnier zu veranstalten, an dem auch weitere adventistische Jugendgruppen aus verschiedenen Regionen Deutschlands teilnehmen.

So reisten zu diesem Turnier am 1. Juli Teams aus Bad Cannstatt, Frankenthal, Geldern, Kassel, Stuttgart und Offenbach an. Natürlich hat auch die Marienhöhe gute Fußballer, die sich an diesem Turnier beteiligt haben: die Marienhöher Classics, die Jungs aus dem Internat und eine Studentenmannschaft der Gemeinde namens 19 plus.

Nach einer herzlichen Begrüßung, einer kurzen Andacht und der Erläuterung der Turnierregeln konnten die Mannschaften bei bestem Wetter auf dem Marienhöher Sportplatz ihr fußballerisches Können unter Beweis stellen. Obwohl jedes Team hart um den Turniersieg kämpfte, verlief der Wettkampftag in einer lockeren, entspannten Atmosphäre. Mittags gab es vom Chefkoch Steffen Breitfeld leckere Würstchen und Steaks vom Grill, verschiedene Salate, Getränke sowie jede Menge Kuchen, was zusätzlich viele Zuschauer auf den Platz lockte. Auch ein paar Regentropfen am Nachmittag konnten der guten Stimmung nichts anhaben.

Die Überraschungsmannschaft des Tages war die Marienhöher Studentenmannschaft 19 plus, die den dritten Platz holte. Auch die Mannschaft aus Frankenthal, die sich in den letzten Jahren immer weiter gesteigert hat, überraschte mit dem zweiten Platz, musste sich aber im Finale gegen die gewohnt erfolgreich agierenden Fußballer aus Kassel mit 1: 3 geschlagen geben. Den 4. Platz erreichte das Team aus Stuttgart. Die weiteren Plätze belegten Geldern, Nürnberg, Bad Cannstatt, Marienhöhe Internat und Marienhöhe Classics.

Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Vitali Eisfeld, einen unserer ehemaligen Internatsschüler, und sein Team, die dieses Turnier mit viel Geschick und Leidenschaft zu einem gelungenen Fußballfest gemacht haben.

Helmut Dürsch



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Das traditionelle Abschiedsessen mit den Internats-Abiturienten ...
31.05.2007 12.24 Uhr

... fand in diesem Jahr in einem chinesischen Lokal in Darmstadt statt.

Draußen gewitterte es gewaltig, während die Abiturienten und Heimpädagogen geduldig und mit fernöstlichem Charme von den chinesischen Gastwirten über die Inhalte und Zusammensetzung der Speisen auf dem Buffet und in der Karte beraten wurden. Wir saßen alle an einem Tisch und konnten so im kleinen Kreise und in Ruhe noch einmal die letzten Jahre und aufregenden Prüfungsmomente Revue passieren und ein paar schöne Erinnerungen aufflackern lassen ("Weißt du noch, damals in Kambodscha ...??") und gleichzeitig auch die Planungen und Zukunftswünsche der jungen "Gereiften" erfahren. Es war der Tag, an dem sie die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen erhalten hatten und die Spannung vor der mündlichen Prüfung und den Präsentationen noch deutlich zu spüren war.

Zum Dessert wurden Körbe voller Glückskekse gereicht, in denen Zettelchen mit vielen guten Wünschen eingebacken waren - und diese guten Wünsche möchten wir allen unseren Internats-Abiturienten für ihre Zukunft weitergeben!

Beate Strobel



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Checkpoint
08.02.2007 15.27 Uhr

Eine Veranstaltung von Jugendlichen für Jugendliche

Das Leben in der heutigen Gesellschaft wird immer komplizierter. Wen soll ich um Hilfe bitten, wenn ich keinen habe, der für mich da ist; wenn ich Angst habe zu sagen, was ich denke, weil mich ja doch keiner versteht? Wenn ich immer wieder merke, wie ich mich anpasse, eine Maske aufziehe, um ja akzeptiert zu werden?

In unseren Veranstaltungen wollen wir hinterfragen und versuchen, Antworten zu geben. Kann man in einer Gesellschaft mit unendlich vielen Regeln und Bestimmungen "frei" sein? ... Was bedeutet "echt sein"? ... Wenn ich bin wie ich bin - wer mag mich dann noch?

Wir wollen Jugendlichen helfen, im Leben zu "leben", und deswegen nachdenken und reflektieren, was im Alltagsstress so oft in Vergessenheit gerät. Es sind Fragen und Probleme, die wir auch durchlebt haben oder gerade durchleben, denn unser Team besteht aus Schülern und Studenten.

Es ist manchmal viel Arbeit, so etwas auf die Beine zu stellen, gerade weil im heutigen Medienüberfluss die Erwartungen immer höher werden. Doch es macht uns Spaß und es ist uns ein riesiges Anliegen zu zeigen, wie glücklich es macht, einen liebenden Gott zu erfahren, der uns mehr liebt, als ein Mensch es je könnte. Deswegen wollen wir mit unseren Mitmenschen dieses Glück teilen!

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303 Stufen ...
21.12.2006 13.26 Uhr

... mussten wir hinunter- und drei Stunden später natürlich auch wieder hinaufmarschieren, um vom Busparkplatz beim Heidelberger Schloss hinunter zum romantischen Weihnachtsmarkt in der Altstadt zu gelangen.

Noch am Sonntagmittag hatte es so ausgesehen, als ob der Ausflug, auf den sich neun Mädchen und ein Junge schon freuten, ausfallen würde - es regnete sachte, aber stetig vor sich hin. Aber dann in Heidelberg, nach Genuss des wunderschönen Blickes vom Schloss hinunter in den etwas winterlich-dunstigen Sonnenuntergang (sehr romantisch!): wunderbares, gar nicht kaltes und vor allem trockenes Wetter. Genau richtig also für einen Bummel, der uns zunächst auf dem Kornmarkt zu einem Stall mit Eseln führte. Vicci und Jule waren ganz begeistert beim Füttern. Und die Esel auch. Ich frage mich allerdings immer noch, wie sie diesen Ansturm auf Dauer verkraften bzw. verdauen, denn jeder Besucher bekommt gegen Bares ein Bündelchen mit Karotten, Sellerie und Heu. Und es sind nicht wenige, die das einmalige Gefühl der weichen Eselsschnauze in der Hand genießen.
Weiter ging's, mit dem bekannten Budenzauber - Stände mit allem, was das Herz begehrt. Geschenke wurden eingekauft und Weihnachtliches direkt genossen - was man eben so macht auf dem Weihnachtsmarkt, Wiedererkennungseffekte ("Hey, das ist doch die Cordula, das Räucherfräulein, das auch unser Koch Steffen in der Mensa stehen hat!") und Nostalgiegefühle ("Guck mal, die schönen alten Metallreklameschilder, das waren noch Zeiten!") inklusive. Nach drei Stunden fanden wir uns - mehr oder weniger fix und fertig durch das Erklimmen der 303 Stufen - wieder am Bus ein und fuhren zufrieden zur Marienhöhe zurück.

Christine Feldmann



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