Nachruf: WILFRIEDE NINOW

Nachruf: WILFRIEDE NINOW

Am 23. Oktober 2021, kurz vor ihrem 90. Geburtstag, ist Wilfriede NINOW, ehemalige Lehrerin am Schulzentrum Marienhöhe, in Rückblick auf ein erfülltes Leben entschlafen. Wilfriede Ninow wurde am 07.11.1931 in Jerichow bei Friedensau (östlich von Magdeburg) geboren. Ihr Vater Dr. Wilhelm Michael war dort als Lehrer tätig. 1934 wurde er gebeten, als Lehrer am Seminar Marienhöhe zu arbeiten. So zog er mit seiner Familie nach Darmstadt, wo er von 1934-1939 wirkte. Damit war Wilfriede bereits als Kind eine Marienhöherin. Wilfriede wurde als 6jährige 1938 in Darmstadt-Bessungen eingeschult. Kurz nach Kriegsausbruch zogen ihre Eltern wieder nach Friedensau. Dort besuchte sie die in Burg eine Oberschule (ab 1945 wurde sie „Geschwister-Scholl-Oberschule“ benannt) und absolvierte 1950 erfolgreich das Abitur. In Halle-Wittenberg begann sie 1950 Biologie und Chemie zu studieren. Das Diplom als Biologin erhielt sie 1955. Als Studentin lernte sie in Berlin ihren Mann Siegbert kennen, der dort als Pastor arbeitete. In den folgenden Jahren wurden ihre drei Kinder Edelgard, Gerhard und Reingard geboren. Nach 14 Jahren Pastorendienst wurde ihr Mann 1966 auf die Marienhöhe gerufen und arbeitete als Lehrer und Internatspädagoge. Sie erhielt eine Anstellung als Gymnasiallehrerin für Biologie und Chemie. Sie holte das Referendariat nach und wurde 1972 zur Studienrätin, 1982 zur Oberstufenrätin ernannt. Nach 28 Jahren im Dienst auf der Marienhöhe ging sie 1994 in den aktiven Ruhestand. Ihre Schülerinnen und Schüler, ihre Kolleginnen und Kollegen schätzten ihre Wesen: lebendig, klar, fröhlich, frisch, bescheiden, freundlich, zuverlässig und gewissenhaft. Zum Lehrerinnenberuf war sie natürlich begabt. Schon ihr Vater war ja Lehrer gewesen. Diese besondere Fähigkeit zum Lehrberuf hat sie an ihre Tochter Edelgard Ninow-Woysch weiter „vererbt“ (bei uns tätig von 1981-2021) und diese wiederum an ihre Tochter Mareike Baumann (seit 2014 bei uns tätig). So ist sie mit ihrer Familie über vier Generationen mit der Marienhöhe verbunden gewesen. Und zwei ihrer Urenkelkinder, und somit die 5. Generation, sind schon Schüler auf der Marienhöhe (die Kinder ihres Enkelsohnes Björn, Sohn ihrer Schwester Reingard). Wir sind dankbar für die vielen Jahre ihrer Tätigkeit und bewahren ihr ein ehrendes Andenken in der gemeinsamen christlichen Hoffnung auf die Auferstehung.

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