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Chemie

Helmut Saupe, Fachsprecher

Gegenwärtiges Profil am Schulzentrum Marienhöhe

Der Mittelstufenunterricht folgt, wie vom Kultusministerium in seinen Kerncurricula vorgesehen, lernzeitbezogenen Kompetenzerwartungen. Durch ein neu entwickeltes Schulcurriculum wurden alle Unterrichtsinhalte in eine aufeinander aufbauende Reihenfolge gebracht. Ziel ist ein systematischer Aufbau der Unterrichtsinhalte, auch im Hinblick auf ein erfolgreiches Absolvieren von Grund- und Leistungskursen in der Oberstufe oder einen problemlosen Einstieg in einen Ausbildungsberuf mit naturwissenschaftlichem Hintergrund.

Für Gymnasialklassen im ersten Lernjahr liegt der methodische Schwerpunkt auf der Beobachtung, sprachlichen Darstellung und gemeinschaftlichen Interpretation leicht nachvollziehbarer Experimente der physikalischen Chemie (Reinstoffe, Gemische, Energieumsätze), die in Diagramme und Posterpräsentationen umgesetzt werden.

Im zweiten Lernjahr werden die Grundlagen der anorganischen Chemie (Periodensystem und chemische Bindung) zunächst spielerisch erarbeitet, anschließend durch Fachtexte ausgeschärft und als Stoffsammlung dukumentiert. Die Art dieser Stoffsammlung kann von den Schülerinnen und Schülern ihren Lerntypen entsprechend selbst gewählt werden (Heft, Karteikarten,PowerPoint-Präsentation, Poster usw.).

Im dritten Lernjahr erfolgt die Anwendung des bisher gelernten (Stöchiometrie, Redoxprozesse, Säure/Base-Chemie). Der Schwerpunkt liegt auf der Vorhersage und Planung sorgsam ausgewählter Versuche und der konsequenten Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe.

Generell ist der Unterricht der Realschulklassen deutlich stärker praktisch ausgerichtet. Im Vordergrund steht hier häufig das Schülerexperiment, das den gesamten Unterricht begleitet und stets sicher geplant, durchgeführt und dokumentiert werden soll. Aufgrund des hierfür zu investierenden Zeitaufwands weicht der Unterricht daher vom Curriculum der Gymnasialklassen ab. Für Schülerversuche stehen eigens entwickelte Versuchsboxen zur Verfügung, die einen geordneten Umgang mit Chemikalien und Geräten vereinfachen sollen.

Für die Oberstufe wurde ein Stoffverteilungsplan entwickelt, der den verbindlichen Lehrplan präzisiert. Aufgrund des hohen Anteils ehemaliger Realschüler/innen in der Einführungsphase der Oberstufe erfolgt eine sorgsame Wiederholung von Lernstoff. Hierfür werden die Unterrichtsinhalte im Bereich der Elektrochemie um Beispielreaktionen und technische Anwendungen gekürzt.
Der Unterricht in der Qualifikationsphase folgt streng dem aktuellen Oberstufenlehrplan und orientiert sich den aktuellen Handreichungen für das Landesabitur.

Fachspezifische Leitkompetenzen

1. Wahrnehmen und wissen

  • Reinstoffe, Reinstoff-Interaktionen, Atommodelle, Atomkombinationen, Reaktionen und organische Stoffklassen kennen und diese Kenntnisse unter Verwendung der Fachsprache wiedergeben können

2. Analysieren und interpretieren

  • Das Verhalten von Materie anhand geeigneter Modelle voraussehen und erklären

3. Urteilen und bewerten

  • Teilchenmodelle vergleichen, Bedeutung der Chemie für Alltag, Umwelt und Industrie einschätzen; Reflektieren und Vergleichen verschiedener Atom- und Bindungsmodelle

4. Handeln und entdecken

  • Aufbauen, Durchführen und Reflektieren von Versuchen; Darstellen und Präsentieren von Ergebnissen

  • Besuch von Anlagen der chemischen Industrie, des Biozentrums der Universität FfM sowie einer Müllkippe/Kläranlage

5. Partizipieren

  • Teilnahme an „Jugend forscht“

3. Unterrichtsangebot

Nach hessischer Stundentafel. Ein Leistungskurs Chemie soll möglichst jedes Jahr angeboten werden können.

4. Besondere Aktivitäten, die aus dem Unterricht erwachsen oder über den Unterricht hinausgehen

  • Ausgewählte Exkursionen

  • Wettbewerb „Jugend forscht“