Förderangebote

Deutsch

Die Förderung von Kindern mit Legasthenie oder Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) hat auf der Marienhöhe eine lange Tradition. Seit vielen Jahren unterstützen wir unsere Schülerinnen und Schüler beim Schriftspracherwerb und finden gemeinsam Wege durch den „Rechtschreibdschungel“.

Wer wird gefördert

Für die Klassen 5 bis 7 bietet das Schulzentrum Marienhöhe LRS-Förderunterricht in Jahrgangsgruppen an (2 Unterrichtsstunden pro Woche). Die Gruppen werden zu Beginn jedes Schuljahres in Absprache mit den LRS-Fachkräften gebildet. Die begrenzten Plätze für die Förderung (max. 8) werden zunächst für Schülerinnen und Schüler mit einer LRS-Anerkennung zur Verfügung gestellt, erst danach werden weitere förderungsbedürftige und lernwillige Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. Wenn eine außerschulische LRS-Förderung besucht und nachgewiesen wird, entfällt die Teilnahme an der Marienhöher LRS-Förderung. Für die 8. und 9. Klasse ist eine außerschulische LRS-Förderung von Elternseite, die von den Schülerinnen und Schülern regelmäßig in Anspruch genommen wird, sinnvoll.

Wer entscheidet die Anerkennung

Über die LRS-Anerkennung entscheiden die Klassenkonferenzen der Marienhöhe per Beschluss (siehe "Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses" des Hessischen Kultusministeriums vom 19.08.2011). Über die Beschlüsse zur LRS-Anerkennung werden die Eltern informiert. Sie sind Teil des Förderplans und dokumentieren entsprechend der Verordnung die durchgängige Förderung. Die Klassenkonferenzen entscheiden, ob Notenschutz und/oder Nachteilsausgleich gewährt wird. Voraussetzung hierfür ist der Nachweis einer LRS-Förderung (an unserer Schule oder extern). Schülerinnen und Schüler der Oberstufe können bei Eintritt in die Oberstufe über den Tutor eine LRS-Anerkennung beantragen (Nachteilsausgleich). Die Schule leitet diesen Antrag an das staatliche Schulamt weiter. Dieses entscheidet über den Antrag.

Welches Material wird verwendet

Seit dem Schuljahr 2012/13 wird das von der Uni Münster begleitete Konzept des Lernservers auf der Marienhöhe implementiert. Alle Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen (Realschule und Gymnasium) durchlaufen zu Beginn des Schuljahres die „Münsteraner Rechtschreibanalyse“ (MRA). Die MRA wird im Klassenverband anhand eines Lückentext-Diktates von der LRS-Fachkraft durchgeführt, in die Lernserver-Datenbank eingegeben und dort ausgewertet. Das Ergebnis ist eine differenzierte Diagnostik für die einzelnen Schülerinnen und Schüler, die mit der Klassen- bzw. Deutschlehrkraft besprochen wird. Außerdem erstellt der Lernserver Themenlisten und Fördermaterialien, die genau auf das jeweilige Leistungsprofil ausgerichtet sind. Mit diesen individualisierten Materialien wird in allen LRS-Fördergruppen auf der Marienhöhe gearbeitet.

Was kostet die LRS-Förderung

Die LRS-Förderung wird auf der Marienhöhe kostenlos angeboten, lediglich die Materialkosten von 65,00 € pro Schuljahr werden in Rechnung gestellt. Da die tatsächlichen Kosten (Personal- und Betriebskosten) wesentlich höher sind, freuen wir uns als Schule über eine zusätzliche Spende für die LRS-Förderung, soweit es möglich ist. Eine Zuwendungsbestätigung wird ausgestellt und zugesandt.

Nachhilfepool

Grundidee des Nachhilfepools ist es, unkompliziert und schnell Nachhilfe "vor Ort" zu bezahlbaren Preisen anzubieten, und zwar von Schülern für Schüler! So entstehen klassen- und jahrgangsübergreifende Kontakte. Die Lernkultur wird positiv beeinflusst, die Nachhilfe Gebenden lernen, wie man Lerninhalte vermittelt und sich auf andere einstellt - außerdem erhalten sie ein Honorar.

Und so funktioniert die Vermittlung: Schüler und Schüler, die Nachhilfe suchen, füllen ein Sucher-Formular aus. Wichtig ist, dass der Fachlehrer Hinweise auf dem Formular vermerkt. Die Schülerin oder der Schüler sowie ein Elternteil unterschreiben. Schülerinnen und Schüler, die gerne Nachhilfe geben wollen, füllen ebenfalls ein Formular aus und lassen sich von ihren Fachlehrern eine kurze Empfehlung geben. Dann bringen die verantwortlichen Koordinatoren des Pools Sucher und Geber zusammen. Oft genügt ein kurzes Gespräch. Dann verhandeln Geber und Sucher über das Honorar. Räume für die Nachhilfe werden von der Schule gestellt.

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